Vor einigen Monaten hat die Royal Courts of Justice (britische Gerichtshöfe) im Rechtsstreit über Lizenzengebühren und zurück datierten Wertungsgebühren für „indirekte Software-Nutzung” der Klage von SAP gegen Diageo, der größte Getränke-Hersteller der Welt, stattgegeben.

SAP Bestandkunden, die ihre SAP ERP über eine Schnittstelle mit Anwendungen von Drittanbietern verbinden oder verbinden wollen (also ca. 99.9% der SAP Kunden) sind diesem potenziellen Licence Compliance Risiko ausgesetzt. Ein Beispiel für eine Software-Interaction aus einer Third Party Applikation ist, die direkte Übertragung von SAP ERP Daten in eine Non-SAP Datenbank sowie auch in Analytics- und BI Anwendungen für Berichterstattung.

Alle vorsichtigen IT Leiter, die von der SAP Technologie betroffen sind, sollen nun die folgenden Fragen stellen: „Ist meine Organisation dem Licence Compliance Risiko ausgesetzt? Worin ist meine Verantwortung, welche sind die Verpflichtungen, denen ich entsprechen soll, um die Compliance-Tauglichkeit sichern zu können? Welche ist der beste Weg um das operative Geschäft zu sichern?”

Also wie können die Organisationen das potenzielle Risiko der indirekten Nutzung deutlich verringern?

  1. Die Unternehmen sollen ein internes Audit durchführen, um die Maße der indirekten Nutzung qualifizieren und quantifizieren zu können. Außerdem soll man die gültigen Konditionen der vorhandenen SAP-Lizenzen auch überprüfen. Auf Grund dieser Informationen kann man eine Verhandlungsstrategie für die Beschaffung zusätzlicher SAP-Lizenzen ausarbeiten. Es gibt über das Internet erreichbare Third Party Licence Auditor Technologien und Dienstleistungen, die Ihnen helfen können – oder wenn Sie sich trauen – Sie können sich direkt bei Ihrem SAP Account Manager erkundigen (aber es wäre keine große Überraschung, wenn laut dem Ergebnis seiner Untersuchung die Beschaffung weiteren Lizenzen benötigen wird). Dennoch ist ein Untersuchungsprozess unvermeidbar. Dieser Prozess kann aber auch zeitraubend sein und kann Ihr operatives Geschäft durch das Aufhalten einiger SAP Anwender verhindern.
  2. Entfernen und ersetzen Sie SAP aus Ihrem IT-Landschaft. ERP Systeme bilden in meisten Fällen das IT Rückgrat einer Organisation. – Eine Änderung kann schmerzhaft sein. Das ist aber keine kurzfristige Lösung.
  3. Ändern Sie Ihre Verhandlungsstrategie bezüglich SAP ERP, so wie auch die Verwendung der SAP Daten mit Third Party (BI/Analitics) Anwendungen. Es ist nicht eine kurzfristige Lösung und wird wahrscheinlich dazu führen, dass einige Benutzer frustriert sind!

 

VirtDB kann Ihnen mit dieser zuletzt genannten Möglichkeit helfen. Zu herausfinden, wie Sie am besten Ihre SAP Nutzung ändern sollen, um mit den gültigen Standards konform zu sein, lesen Sie die Rechtfertigungsklauseln von Royal Courts of Justice bezüglich des Rechtsfalls von SAP gegen Diageo durch:

 „77. Der Test ist, ob der verbündete Anwender die mySAP Software „benutzt” oder darauf „zugreift”, und ob er das „direkt” oder „indirekt” macht. Der Beschluss hat keine Definition für diese Begriffe. Die klare und eindeutige Bedeutung von „Nutzung” laut des Beschlusses ist die Verwendung oder die Manipulation der mySAP ERP Software.Die klare und eindeutige Bedeutung von „Zugriff” laut des Beschlusses ist das Anzeigen oder der sog. Leserzugriff (Der Zugriff ohne die Daten überschreiben zu können.) auf SAP ERP Software.”

Ein anderer interessanter Teil ist der folgende:

 „79. Nach meiner Beurteilung, die Interaktionen zwischen den Diageo Connect (Customer Order System) und mySAP ERP, die oben identifiziert wurden, stellen die Nutzung oder den Zugriff auf mySAP ERP Software dar. Wie es oben in der Ausgabe (ii) identifiziert wurde, der Einloggen-Prozess löst eine Verbindung mit mySAP ERP durch SAP PI aus. Jeder Schritt des Bestellprozesses braucht einen Anwender um die Informationen von dem Anwender an my SAP ERP übermitteln zu können, und um die geeignete Antwort von SAP ERP empfangen zu können. Die Bestellung des Kunden kann in Diageo Connect nicht finalisiert werden, die Vorlage der Bestellung wird in mySAP ERP übertragen, in dem die finale Verarbeitung durchgeführt wird. Bei jedem Schritt der Bestellung nutzt der Anwender mySAP ERP indirekt durch SAP PI. Das Beispiel in der „Named User” Lizenz-Definition in der Klausel 1.1 des Beschlusses beinhaltet sowie die Nutzung als auch den indirekten Zugriff auf Daten „via …. ein … Third Party System”. Das kann Nutzung oder auch Zugriff via SAP PI bedeuten (eine Software-Engine und Adapter von SAP oder von einem Drittanbieter).“

Daher scheint der riskanteste Teil bezüglich indirekter Nutzung, der direkte Zugriff mit SAP Funktionalitäten zu sein, egal ob es ums Lesen oder Schreiben geht. Das ist aber, wie die meisten SAP Datenaustausch Middleware-Systeme und ETL Anwendungen arbeiten, Einloggen in SAP mit einem technischen User, Anrufen SAP Fähigkeiten (z.B.: die Daten durch RFC-s anfordern) und Abfragen Daten für BI und Analitics-Anwendungen von Drittanbietern.

Um diese Hürden zu überwinden, sollen die Organisationen auf die Ausziehung der Daten vermeiden. Sie sollen eher eine Push-Lösung für lizenzierte SAP Anwender einführen, damit Sie direkt in SAP ERP arbeiten.

Bei VirtDB, sind wir überzeugt, dass wir diese Lösung haben.

 

SAP data access architecture

Data Unfolder von VirtDB ist eine ABAP add-on Lösung die sich in Ihrem SAP ERP Sytem befindet, und die Daten zu einer BI Anwendung oder zu den Datenbanken schiebt. Die folgende Beschreibung zeigt Ihnen einen Überblick darüber, wie der Data Unfolder (das macht) funktioniert:

  1. Nur befugter, lizenzierter SAP Benutzer kann die VirtDB Leistungen (die benötigte Schnittstelle via SAP) abfragen. VirtDB hat eine spezifische Schnittstelle in SAP GUI eingebettet. Wenn Sie sich an SAP anmelden können (Sie sind ein lizenzierter SAP User), Sie können VirtDB Unfolder benutzen.
  2. Jeder SAP Benutzer, der ein autorisierter VirtDB Anwender ist und gleichzeitig Zugang zu einem bestimmten Datensatz hat (ein standardisierter Bericht oder eine benutzerdefinierte Ansicht, Anfrage oder Tabelle usw.), kann das Format und den Ort definieren, wohin VirtDB die Daten schieben soll.
  3. Abhängig von der Auswahl des Benutzers, übermittelt SAP Applikation Server Prozess Ihnen die Daten an einem externen System (z. B.: Tableau, Spotfire, Excel, MS SQL, Oracle, Hadoop, Azure, Amazon, usw.)

Der oben genannte Prozess ist sofort erledigt (on-demand use case) oder kann für einen regelmäßigen Auftrag als ein SAP Batch-Job eingestellt werden.

Lizenzvereinbarungen und der rechtliche Hintergrund ist länderabhängig, deswegen müssen diese Bedingungen immer berücksichtigt werden – aber in den meisten Fällen kann VirtDB das Risiko der indirekten Nutzung von SAP Lizenzen deutlich verringern.